Stand: Juli 2026 (Rev. 5 — DAC7 / PStTG Meldepflicht)
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für die Nutzung der Online-Plattform „CreatrLabs" (nachfolgend „Plattform"), die von CreatrLabs (nachfolgend „Betreiber" oder „wir") betrieben wird.
CreatrLabs
Unteres Rappenfeld 50
76829 Landau in der Pfalz, Deutschland
Vertretungsberechtigt: Aaron Schmidt und Noah Zimmel
Eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27a UStG liegt derzeit nicht vor.
E-Mail: support@creatrlabs.io
Diese AGB regeln das Vertragsverhältnis zwischen dem Betreiber und allen Nutzern der Plattform gemäß §§ 305 ff. BGB. Sie gelten für sämtliche Leistungen, die über die Plattform erbracht oder vermittelt werden. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen der Nutzer werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn und soweit der Betreiber ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat (§ 305b BGB).
Die Plattform richtet sich an zwei Nutzergruppen:
Die Nutzung der Plattform ist ausschließlich für gewerbliche bzw. unternehmerische Zwecke bestimmt. Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind von der Nutzung ausgeschlossen. Nutzer bestätigen mit der Registrierung, dass sie als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB handeln.
CreatrLabs ist eine Software-as-a-Service (SaaS) Plattform, die als zweiseitiger Marktplatz Brands und Creator zusammenbringt. Die Plattform bietet technische Infrastruktur und Tools für:
Der Betreiber ist ausdrücklich kein Vermittler, keine Agentur und kein Vertreter der Nutzer. CreatrLabs stellt lediglich die technische Plattform bereit, auf der Brands und Creator eigenständig zueinander finden und Geschäftsbeziehungen eingehen können. Der Betreiber:
Der Betreiber gibt keinerlei Garantien oder Zusicherungen hinsichtlich:
Die Nutzung der Plattform und die daraus resultierenden Geschäftsbeziehungen erfolgen auf eigenes unternehmerisches Risiko der Nutzer.
Der Nutzungsvertrag zwischen dem Betreiber und dem Nutzer kommt durch Abschluss des Registrierungsprozesses zustande. Die Registrierung stellt ein Angebot des Nutzers auf Abschluss eines Nutzungsvertrages dar. Mit der Aktivierung des Accounts (E-Mail-Verifizierung) nimmt der Betreiber dieses Angebot an. Ein Anspruch auf Registrierung oder Freischaltung besteht nicht.
Für die Registrierung auf der Plattform gelten folgende Voraussetzungen:
Der Nutzer verpflichtet sich, bei der Registrierung und während der gesamten Nutzungsdauer ausschließlich wahrheitsgemäße, vollständige und aktuelle Angaben zu machen. Dies umfasst insbesondere:
Falsche Angaben können zur sofortigen Sperrung des Accounts und zum Ausschluss von der Plattform führen. Der Nutzer haftet für alle Schäden, die durch falsche Angaben entstehen.
Der Nutzer ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (E-Mail-Adresse und Passwort) geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Nutzer haftet für alle Aktivitäten, die unter Verwendung seiner Zugangsdaten vorgenommen werden, es sei denn, er weist nach, dass ein Dritter sich ohne sein Verschulden Zugang zu seinen Daten verschafft hat.
Bei Verdacht auf Missbrauch des Accounts ist der Nutzer verpflichtet, den Betreiber unverzüglich zu informieren und sein Passwort zu ändern.
Jede natürliche oder juristische Person darf nur einen Account auf der Plattform führen. Die Erstellung mehrerer Accounts ist untersagt und führt zur Sperrung aller betroffenen Accounts.
Brands haben Zugang zu folgenden Funktionen:
Creator haben Zugang zu folgenden Funktionen:
Der Betreiber behält sich das Recht vor, Administratoren und Moderatoren einzusetzen, die zur Überwachung der Plattform, zur Durchsetzung dieser AGB und zur Schlichtung von Streitigkeiten berechtigt sind.
Der Betreiber stellt die Plattform als SaaS-Lösung über das Internet zur Verfügung. Der Betreiber bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform, garantiert jedoch keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Wartungsarbeiten, technische Störungen oder höhere Gewalt können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.
Die Plattform bietet folgende Kernfunktionen:
Der Betreiber erbringt ausdrücklich keine Rechts-, Steuer-, Wirtschafts- oder Marketingberatung. Nutzer sind verpflichtet, sich bei Bedarf selbstständig professionelle Beratung einzuholen.
Die Plattform nutzt künstliche Intelligenz (KI) für verschiedene Funktionen, insbesondere:
Diese KI-Funktionen dienen ausschließlich als Entscheidungshilfe. Sie ersetzen nicht das eigenständige Urteil und die Verantwortung des Nutzers.
KI-generierte Ergebnisse, Scores und Empfehlungen basieren auf statistischen Modellen und historischen Daten. Sie stellen Wahrscheinlichkeiten und Tendenzen dar, keine Gewissheiten. Die Genauigkeit kann durch Datenqualität, Marktveränderungen und technische Limitierungen beeinflusst werden.
Der Betreiber haftet nicht für Entscheidungen, die Nutzer auf Grundlage von KI-generierten Ergebnissen treffen. Nutzer sind verpflichtet, KI-Ergebnisse kritisch zu prüfen und eigene Recherchen durchzuführen, bevor sie geschäftliche Entscheidungen treffen.
Brands können ihr eigenes Meta-Werbekonto (Facebook/Instagram Ads) optional über die offizielle Meta Marketing API mit der Plattform verbinden, um Performance-Daten ihrer Werbeanzeigen automatisiert in CreatrLabs zu synchronisieren. Die Anbindung ist freiwilligund kann jederzeit unter „Profil → Integrationen" getrennt werden. Es entsteht kein Anspruch auf Nutzung dieser Funktion; die Verfügbarkeit kann je nach Tarif und Meta-API-Status variieren.
Brands stehen dafür ein, dass
Performance-Daten können aus mehreren Quellen stammen: aus der Meta Marketing API („Live"), aus manueller Eingabe durch das Brand („Manuell") oder aus einer Post-Deal-Validierung („Final validiert"). Es gilt folgende Quellen-Hierarchie für Reportings, Auswertungen und ROI-Prognosen:
Niedriger priorisierte Datensätze werden technisch nicht gelöscht, sondern als „nicht autoritativ" markiert. Manuelle Eingaben des Brands gehen weder durch eine spätere Live-Synchronisation noch durch eine Validierung verloren und können jederzeit weiter editiert werden.
14 Tage nach Abschluss eines Deals erhält das Brand eine optionale Aufforderung, die finalen Performance-Werte zu bestätigen, zu korrigieren oder als „keine Daten verfügbar" zu kennzeichnen. Die Validierung ist freiwillig — eine Pflicht zur Validierung besteht nicht. Sobald eine Validierung erfolgt, gelten die dort hinterlegten Werte als für Reporting- und ROI-Zwecke verbindlich. Eine bereits erfolgte Validierung kann nur durch Support-Anfrage zurückgesetzt werden.
CreatrLabs gewichtet Performance-Daten in Reportings und ROI-Prognosen abhängig von ihrer Quelle (validiert > live > manuell). Brands verpflichten sich, diese Gewichtung bei der Bewertung einzelner Creator zu berücksichtigen und Performance-Werte aus manueller Eingabe nicht ohne weitere Verifizierung als autoritativ zu behandeln. Die Plattform übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der durch Brands manuell eingetragenen Werte.
Beim Trennen der Werbekonto-Verbindung werden gespeicherte Access-Tokens unverzüglich gelöscht; bereits synchronisierte historische Performance-Daten bleiben dem Brand zur Auswertung im eigenen Account erhalten, sofern keine ausdrückliche Löschung beantragt wird. Bei Empfang einer Datenlöschungs-Anfrage über den offiziellen Meta-Callback werden alle zugeordneten Werbekonto- und Performance-Daten innerhalb von 30 Tagen entfernt.
Kampagnen und daraus resultierende Deals werden ausschließlich zwischen Brands und Creatorn geschlossen. Beide Parteien sind selbst verantwortlich für:
Der Betreiber wird zu keinem Zeitpunkt Vertragspartner der zwischen Brands und Creatorn geschlossenen Vereinbarungen. CreatrLabs ist nicht Partei der Kooperationsverträge, übernimmt keine Verpflichtungen daraus und haftet nicht für deren Erfüllung oder Nichterfüllung.
Sämtliche Inhalte, die im Rahmen von Kampagnen erstellt werden, sowie alle Absprachen zwischen Brands und Creatorn liegen in der alleinigen Verantwortung der beteiligten Parteien.
Die Zahlungsabwicklung auf der Plattform erfolgt über den externen Zahlungsdienstleister Stripe, Inc. Für die Nutzung gelten zusätzlich dessen Nutzungsbedingungen. Der Betreiber speichert keine vollständigen Zahlungsdaten (z. B. Kreditkartennummern) und hat keinen Zugriff auf sensible Zahlungsinformationen.
Zahlungen für Deals werden über ein escrow-ähnliches System abgewickelt. Der Ablauf ist wie folgt:
Das escrow-ähnliche System dient dem Schutz beider Parteien und stellt sicher, dass Zahlungen erst nach Leistungserbringung und Freigabe durch die Brand ausgezahlt werden.
Der Betreiber haftet nicht für Streitigkeiten zwischen Brands und Creatorn bezüglich der Qualität oder Vollständigkeit von Deliverables, der Interpretation von Kampagnenanforderungen, Verzögerungen oder Uneinigkeiten über vereinbarte Konditionen.
Bei Streitigkeiten können Nutzer über das Support-System einen Klärungsfall eröffnen. Der Betreiber kann nach eigenem Ermessen vermitteln, ist hierzu jedoch nicht verpflichtet. Eine Haftung des Betreibers besteht nur bei nachweisbaren Plattformfehlern, die zu finanziellen Schäden geführt haben.
Der Creator ist verpflichtet, die vereinbarten Deliverables innerhalb der im Kampagnenzeitraum festgelegten Frist (Aktivphase / Execution Phase) zu liefern. Wird eine individuelle Deadline-Verlängerung beantragt und von der Brand genehmigt, gilt die verlängerte Frist. Läuft die Frist ab, ohne dass der Creator Deliverables eingereicht hat und ohne dass eine genehmigte Fristverlängerung vorliegt, gilt der Deal als nicht erfüllt (Status: „Nicht geliefert" / „failed_delivery").
Im Falle der Nichtlieferung nach Absatz 8a.1 hat die Brand das Recht, über die Plattform eine Erstattung des gezahlten Deal-Betrags (Vergütungsbetrag) zu beantragen. Die Erstattung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe als Teilrückerstattung (Partial Refund) auf das ursprüngliche Zahlungsmittel.
Die Service Fee (Plattform-Gebühr) ist von der Erstattung ausgenommen und wird in jedem Fall einbehalten.Die Service Fee stellt eine Vergütung für die Bereitstellung und Nutzung der Plattformdienste dar und ist unabhängig von der Leistungserbringung durch den Creator geschuldet (§ 611a Abs. 2 BGB analog).
Der Betreiber haftet nicht für die Nichterfüllung vertraglicher Pflichten zwischen Brand und Creator. Die Plattform fungiert ausschließlich als technischer Vermittler und ist nicht Vertragspartei der zwischen den Nutzern geschlossenen Vereinbarungen (§ 675 BGB). Schadensersatzansprüche der Brand gegen den Creator aus dem zugrunde liegenden Vertragsverhältnis bleiben unberührt und sind außerhalb der Plattform geltend zu machen.
Die Plattform kann den Creator vor Ablauf der Lieferfrist automatisch per E-Mail und In-App-Benachrichtigung an die ausstehende Lieferung erinnern. Darüber hinaus kann die Brand über die Plattform manuell eine Erinnerung an den Creator senden. Ein Anspruch auf Zustellung oder Kenntnisnahme der Erinnerung besteht nicht.
Hochgeladene Deliverable-Dateien (Videos, Bilder und sonstige Medien) werden nach Abschluss eines Deals für einen Zeitraum von 14 Tagen auf der Plattform gespeichert. Nach Ablauf dieser Frist werden die Dateien automatisch und unwiderruflich aus dem Speicher gelöscht.
Beide Parteien (Brand und Creator) sind eigenverantwortlich dafür, alle relevanten Deliverable-Dateien innerhalb der 14-tägigen Aufbewahrungsfrist herunterzuladen und lokal zu sichern. Der Betreiber haftet nicht für Datenverlust nach Ablauf der Speicherfrist.
Die automatische Löschung dient der nachhaltigen Nutzung von Speicherressourcen und dem Prinzip der Datenminimierung gemäß Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO. Metadaten zu Deliverables (Titel, Status, Typ, Feedback) bleiben als Teil der Deal-Dokumentation erhalten.
Vor der ersten Auszahlung über Stripe Connect sind Creator und Agencies verpflichtet, eine wahrheitsgemäße steuerliche Selbstauskunft über die Plattform abzugeben. Erfasst werden insbesondere Steuerstatus (Kleinunternehmer § 19 UStG / regulär / EU mit USt-IdNr. / Nicht-EU / Sonderfall), Steuerland, ggf. USt-IdNr., Rechtsform und Rechnungsanschrift. Die Auskunft ist Voraussetzung für die korrekte Rechnungsstellung der Service Fee und die Freigabe von Auszahlungen.
Die Verantwortung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der steuerlichen Angaben liegt ausschließlich beim erklärenden Nutzer.Falsche, unvollständige oder veraltete Angaben können zu unrichtiger Rechnungsstellung, steuerlichen Nachteilen oder einer Sperrung von Auszahlungen führen. Der Nutzer hat den Betreiber unverzüglich zu informieren, sobald sich Änderungen seiner steuerlichen Verhältnisse ergeben (z. B. Wechsel der Kleinunternehmer-Eigenschaft, Erteilung oder Wegfall einer USt-IdNr., Sitzwechsel).
Bei Angabe einer USt-IdNr. eines anderen EU-Mitgliedstaates wird diese automatisiert über die öffentliche Schnittstelle des VAT Information Exchange System (VIES) der Europäischen Kommission auf Gültigkeit geprüft. Eine ungültige USt-IdNr. kann dazu führen, dass die Service-Fee-Rechnung mit Umsatzsteuer ausgewiesen wird oder Auszahlungen vorübergehend ausgesetzt werden. Details zur Datenverarbeitung im Rahmen von VIES finden sich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt 3.11.
Soweit aufgrund der Selbstauskunft ein Reverse-Charge-Verfahren nach § 13b UStG bzw. Art. 196 MwStSystRL einschlägig ist (z. B. B2B-Leistungen an Empfänger mit gültiger USt-IdNr. in einem anderen EU-Mitgliedstaat), wird die Service-Fee-Rechnung des Betreibers ohne Umsatzsteuer mit entsprechendem Hinweis ausgestellt. Die Steuerschuld geht in diesem Fall auf den Leistungsempfänger über. Bei Kleinunternehmern nach § 19 UStG mit Sitz in Deutschland werden deren eigene Rechnungen an den Betreiber ohne Umsatzsteuer akzeptiert.
Das aktuelle Tax-Profil wird bis zur Löschung des Accounts gespeichert. Die Erklärungs-Historie (jede Änderung der Selbstauskunft) wird darüber hinaus aufbewahrt, um den steuerrechtlichen Nachweis der zum jeweiligen Zeitpunkt erteilten Erklärung sicherzustellen — analog § 147 Abs. 1 AO und § 257 Abs. 1 HGB. Eine Löschung der Historie ist aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten frühestens 10 Jahre nach der letzten Änderung möglich.
Der Betreiber stellt im Rahmen der Selbstauskunft keine Steuerberatungdar. Erläuterungen in der Benutzeroberfläche (z. B. zu Kleinunternehmer-Status oder Reverse-Charge) dienen ausschließlich der Orientierung. Bei Unsicherheiten ist eigenständig ein Steuerberater oder eine andere zur Steuerberatung befugte Person zu konsultieren (§ 3 StBerG).
Sobald ein Brand eine Zahlung im Dealroom über die Plattform abwickelt, stellt der Betreiber dem Brand eine Rechnung über die von ihm vereinnahmte Plattform-Vermittlungsgebühr („Service Fee") aus. Die Rechnung wird ausschließlich elektronisch im PDF-Format ausgestellt; eine zusätzliche Rechnungs\u00ADerstellung in Papierform erfolgt nicht.
Hinweis: Die Service-Fee-Rechnung erfasst ausschließlich die Gebühr des Betreibers. Eine etwaige Rechnung über den eigentlichen Deal-Wert („Vergütung an den Creator/die Agency") wird nicht vom Betreiber, sondern unmittelbar zwischen Brand und Creator/Agency ausgetauscht (vgl. § 6 — Plattform-Modell).
Mit der Nutzung der Plattform und der Auslösung einer Zahlung über die Plattform stimmt der Brand der elektronischen Rechnungs\u00ADausstellung gem. § 14 Abs. 1 Satz 7 UStG ausdrücklich zu. Die Zustellung erfolgt per E-Mail an die im Brand-Konto hinterlegte Adresse mit der Rechnung als PDF-Anhang sowie zusätzlich als jederzeit abrufbarer Download im jeweiligen Dealroom.
Die Rechnungen enthalten alle nach § 14 Abs. 4 UStG geforderten Pflichtangaben (vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers, USt-IdNr. des leistenden Unternehmers, Ausstellungsdatum, fortlaufende Rechnungs\u00ADnummer, Beschreibung der Leistung, Leistungsdatum, Netto-Entgelt, Steuersatz und Steuerbetrag bzw. Hinweis auf Steuerbefreiung oder Reverse-Charge-Verfahren).
Die Rechnungs\u00ADnummern werden fortlaufend und lückenlos vergeben gem. § 14 Abs. 4 Nr. 4 UStG. Format: CL-JJJJ-NNNNNN (Beispiel: CL-2026-100001).
Bei Brands mit Sitz innerhalb der EU außerhalb Deutschlands und gültiger, über VIES validierter USt-IdNr. wird die Rechnung im Reverse-Charge-Verfahren ohne deutsche Umsatzsteuer ausgestellt (§ 13b UStG / Art. 196 MwStSystRL). Der Brand schuldet die Steuer in seinem Sitzland selbst und ist verpflichtet, dies in seiner eigenen Buchhaltung entsprechend zu erfassen.
Der Betreiber bewahrt sämtliche ausgestellten Rechnungen (Original-Rechnungen, Stornorechnungen und Korrektur\u00ADrechnungen) gemäß § 147 Abs. 3 AO und § 257 Abs. 4 HGB für die Dauer von zehn Jahren ab dem Ende des Kalenderjahres, in dem die Rechnung ausgestellt wurde, in unveränderter Form auf. Die Aufbewahrung erfolgt sowohl in der Datenbank (verschlüsselter EU-Standort) als auch im PDF-Format in einem privaten, ausschließlich serverseitig zugänglichen Storage-Bereich. Dem Brand wird empfohlen, die Rechnungen zusätzlich im eigenen Buchhaltungs\u00ADsystem zu archivieren.
Eine ausgestellte Rechnung wird nicht inhaltlich verändert oder überschrieben. Soweit eine Korrektur erforderlich ist (z. B. fehlerhafte Anschrift, Stornierung der Leistung), erfolgt diese ausschließlich durch eine separate Stornorechnung(mit negativen Beträgen) bzw. eine neue Korrektur\u00ADrechnung, jeweils mit eigener fortlaufender Nummer. Die Original-Rechnung bleibt bestehen und wird auf den Status „storniert" gesetzt. Beide Dokumente unterliegen der gleichen zehn\u00ADjährigen Aufbewahrungs\u00ADfrist.
Der Brand erhält jede Rechnung innerhalb weniger Minuten nach erfolgreicher Zahlungs\u00ADverarbeitung per E-Mail. Zusätzlich kann die Rechnung jederzeit über den jeweiligen Dealroom heruntergeladen werden; der Download erfolgt aus Sicherheits\u00ADgründen über zeitlich begrenzte Signed URLs (Gültigkeit jeweils 5 Minuten). Sollte der E-Mail-Versand fehlschlagen, kann der Brand den Support kontaktieren; ein erneuter Versand ist auf Anfrage möglich.
Voraussetzung für die ordnungsgemäße Rechnungs\u00ADausstellung ist die vorherige Hinterlegung einer vollständigen Rechnungs\u00ADanschrift (Firmenname, Straße, Postleitzahl, Stadt, Land) sowie — sofern vorhanden — der USt-IdNr. im Brand-Konto. Der Brand ist verpflichtet, diese Angaben aktuell zu halten. Änderungen wirken sich erst auf zukünftige Rechnungen aus; bereits ausgestellte Rechnungen werden gemäß § 8d.6 ausschließlich im Wege der Stornorechnung aktualisiert.
Der Betreiber ist als Betreiber einer digitalen Plattform nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz (PStTG, Umsetzung der EU-Richtlinie 2021/514 „DAC7") gesetzlich verpflichtet, den zuständigen Finanzbehörden (Bundeszentralamt für Steuern) jährlich bestimmte Informationen über meldepflichtige Anbieter und die an sie über die Plattform gezahlten Vergütungen zu melden. Diese Pflicht ist gesetzlich vorgegeben und steht nicht zur Disposition der Parteien.
Creator und Agencies, die über die Plattform Vergütungen erhalten, sind verpflichtet, die zur Erfüllung der Meldepflicht erforderlichen Angaben vollständig und wahrheitsgemäß bereitzustellen. Dazu gehören insbesondere:
Ohne einen vollständigen und meldefähigen Datensatz kann keine Auszahlung an meldepflichtige Anbieter erfolgen. Fehlen erforderliche Angaben, wird die betreffende Auszahlung bis zur Vervollständigung der Angaben zurückgehalten. Anbieter mit steuerlichem Sitz ausschließlich in einem Drittstaat (außerhalb der EU) sind nicht meldepflichtig; für sie besteht dieses Auszahlungs-Gate nicht.
Der Betreiber wird die meldepflichtigen Anbieter gemäß § 22 PStTG über die sie betreffenden, an das Bundeszentralamt für Steuern gemeldeten Informationen unterrichten. Einzelheiten zur Datenverarbeitung finden sich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt 3.13.
Die Erhebung der Meldedaten stellt keine Steuerberatung dar. Für die Richtigkeit der eigenen steuerlichen Angaben ist ausschließlich der Anbieter verantwortlich.
Für die Nutzung der Plattform fallen je nach gewähltem Plan monatliche oder jährliche Abonnementgebühren an. Die aktuellen Preise sind auf der Pricing-Seite der Plattform einsehbar. Die Abrechnung erfolgt im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum über Stripe.
Für Creator: Die Basisnutzung der Plattform ist kostenlos.
Für Brands: Je nach gewähltem Plan (Starter, Pro, Premium) fallen unterschiedliche monatliche Gebühren an.
Planwechsel (Upgrades/Downgrades) sind jederzeit möglich. Bei einem Upgrade wird die Differenz anteilig für den laufenden Abrechnungszeitraum berechnet. Bei einem Downgrade wird der neue Plan zum nächsten Abrechnungszeitraum aktiv; bereits gezahlte Gebühren werden nicht anteilig erstattet.
Bei erfolgreich abgeschlossenen Deals wird eine Service Fee fällig, die prozentual vom Deal-Betrag berechnet wird:
Die Service Fee wird automatisch bei der Auszahlung einbehalten und deckt die Plattformkosten, Zahlungsabwicklung und Support. Die Service Fee wird transparent vor Abschluss des Deals angezeigt.
Bei fehlgeschlagener Abbuchung der Abonnementgebühr wird der Nutzer benachrichtigt und erhält eine Nachfrist zur Aktualisierung seiner Zahlungsmethode. Bleibt die Zahlung nach angemessener Frist aus, kann der Zugang zu kostenpflichtigen Funktionen eingeschränkt oder gesperrt werden. Laufende Deals bleiben hiervon zunächst unberührt.
Der Betreiber behält sich das Recht vor, Preise und Gebühren anzupassen. Preisänderungen werden mindestens 30 Tage im Voraus angekündigt und gelten erst für den nächsten Abrechnungszeitraum. Bei Preiserhöhungen hat der Nutzer ein außerordentliches Kündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Preise.
Nutzer behalten sämtliche Rechte an den von ihnen erstellten und hochgeladenen Inhalten (Texte, Bilder, Videos, Portfolio-Elemente). Mit dem Hochladen auf die Plattform räumt der Nutzer dem Betreiber eine nicht-exklusive, unentgeltliche, zeitlich auf die Dauer der Nutzung beschränkte Lizenz ein, die Inhalte:
Diese Lizenz endet mit Löschung der Inhalte oder des Accounts, vorbehaltlich gesetzlicher Aufbewahrungspflichten.
Sämtliche Rechte an der Plattform selbst (Software, Design, Texte, Logos, Datenbanken) liegen beim Betreiber oder seinen Lizenzgebern. Nutzer erhalten ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für die Dauer des Vertragsverhältnisses.
Nutzer dürfen keine Inhalte hochladen oder teilen, die:
Der Betreiber behält sich das Recht vor, rechtswidrige oder gegen diese AGB verstoßende Inhalte zu entfernen. Wiederholte Verstöße können zur Sperrung des Accounts führen.
Nutzer können nach Abschluss eines Deals Bewertungen abgeben. Diese müssen sachlich, wahrheitsgemäß und fair sein. Untersagt sind insbesondere Fake-Bewertungen, bezahlte oder erpresste Bewertungen, systematische Negativ-Bewertungen von Wettbewerbern und Mehrfachbewertungen für denselben Deal.
Der Betreiber behält sich das Recht vor, Bewertungen zu moderieren oder zu löschen, wenn diese gegen diese AGB, geltendes Recht oder die guten Sitten verstoßen.
Der Betreiber haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten im Sinne der Rechtsprechung) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf.
Soweit gesetzlich zulässig, haftet der Betreiber nicht für:
Der Betreiber gewährleistet die Bereitstellung der Plattform in einem im Wesentlichen funktionsfähigen Zustand. Geringfügige, die Nutzbarkeit nicht wesentlich beeinträchtigende Fehler begründen keine Gewährleistungsansprüche. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsregelungen.
Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Erfüllungsgehilfen und Mitarbeiter des Betreibers. Sie berühren nicht die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz oder aus der Übernahme einer Garantie (§ 276 Abs. 1 BGB).
Der Nutzungsvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Kostenpflichtige Abonnements haben die jeweils gewählte Laufzeit (monatlich oder jährlich) und verlängern sich automatisch um den gleichen Zeitraum, sofern sie nicht fristgerecht gekündigt werden.
Durch den Nutzer: Nutzer können ihr Abonnement jederzeit zum Ende des aktuellen Abrechnungszeitraums kündigen. Die Kündigung erfolgt über die Kontoeinstellungen oder per E-Mail an support@creatrlabs.io. Bereits gezahlte Gebühren für den laufenden Abrechnungszeitraum werden nicht erstattet.
Durch den Betreiber:Der Betreiber kann das Vertragsverhältnis mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende kündigen.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei:
Nach Vertragsbeendigung wird der Zugang zur Plattform gesperrt. Personenbezogene Daten werden gemäß der Datenschutzerklärung behandelt. Laufende Deals werden nach Möglichkeit abgewickelt; der Betreiber behält sich vor, bei Kündigung wegen Verstößen laufende Deals zu stornieren und Zahlungen einzufrieren.
Der Betreiber kann Nutzeraccounts vorübergehend oder dauerhaft sperren bei Verstoß gegen diese AGB, gegen geltendes Recht, bei betrügerischem Verhalten, wiederholten Beschwerden anderer Nutzer, Nichtbezahlung fälliger Gebühren oder Verdacht auf Identitätsbetrug.
Als Missbrauch gilt insbesondere:
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß unserer Datenschutzerklärung, die unter creatrlabs.io/datenschutz abrufbar ist. Die Datenschutzerklärung ist kein Bestandteil dieser AGB, stellt jedoch eine eigenständige Informationspflicht nach Art. 13/14 DSGVO dar.
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Dies gilt auch für Nutzer mit Sitz außerhalb Deutschlands, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
Für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertragsverhältnis ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Betreibers, sofern der Nutzer Kaufmann im Sinne des HGB, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist (§ 38 ZPO). Der Betreiber ist berechtigt, den Nutzer auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt (§ 306 Abs. 1 BGB). Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzliche Regelung (§ 306 Abs. 2 BGB). Sollte dies zu einer unzumutbaren Härte für eine Vertragspartei führen, wird der Vertrag insgesamt unwirksam (§ 306 Abs. 3 BGB).
Der Betreiber behält sich das Recht vor, diese AGB jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Über wesentliche Änderungen wird der Nutzer mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail informiert. Widerspricht der Nutzer den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Betreiber wird den Nutzer in der Änderungsmitteilung auf die Widerspruchsfrist und die Rechtsfolgen des Schweigens hinweisen.
Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform (§ 126b BGB). Dies gilt auch für die Aufhebung dieser Schriftformklausel.
CreatrLabs stellt Nutzern Muster-Vorlagen für Kooperationsvereinbarungen zwischen Nutzern der Plattform bereit. Diese Vorlagen werden automatisch mit Daten aus dem jeweiligen Deal (Vergütung, Lizenzen, Leistungsbeschreibung, Zeitraum) vorausgefüllt.
Die Muster-Vorlagen dienen ausschließlich als unverbindliche Orientierungshilfe und stellen keine Rechtsberatung dar. CreatrLabs ist keine Kanzlei und erbringt keine rechtsberatenden Dienstleistungen.
CreatrLabs übernimmt keine Gewähr für die rechtliche Wirksamkeit, Vollständigkeit, Richtigkeit oder Eignung der Vorlagen für den konkreten Einzelfall.
Die Nutzer sind selbst dafür verantwortlich, die Vorlage vor Verwendung zu prüfen, an ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen und gegebenenfalls durch einen Rechtsanwalt überprüfen zu lassen.
CreatrLabs ist nicht Vertragspartei der auf Basis der Vorlagen geschlossenen Vereinbarungen. Ansprüche aus diesen Vereinbarungen bestehen ausschließlich zwischen den Vertragsparteien (Auftragnehmer und Auftraggeber).
CreatrLabs haftet nicht für Schäden, die aus der Verwendung der Muster-Vorlagen entstehen, es sei denn, diese beruhen auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung durch CreatrLabs. Die Haftung für die Richtigkeit der automatisch eingefügten Deal-Daten (Vergütungshöhe, Lizenzen, etc.) richtet sich nach den allgemeinen Haftungsbestimmungen dieser AGB.
Bei Fragen zu diesen AGB wenden Sie sich bitte an:
Rechtliche Anfragen
support@creatrlabs.io